Grab des Maya

Grab des Maya

 

Maya lebt in der 19. Dynastie und trug den Titel eines Schatzhausvorstehers und übte diese Arbeit unter Tutanchamun, Eje und Haremhab aus. Sein Grab ließ er errichten, als er noch nicht Schatzhausvorsteher war, sondern General.
Maya muss ein sehr bedeutender Teil der Regierung gewesen sein. Auf einer Stele kann man lesen, dass er für die Eintreibung der Steuern zuständig war und er den Göttern opfern sollte. Gleichzeitig wird dort erwähnt, dass er auch Aufgaben nach dem Ende der Echnaton-Regierung übernommen hat, um das Land neu zu sortieren.

 
Er war auch für Arbeiten im Tal der Könige zuständig.

 
Das Grab von Maya ist wunderschön in den Farben weiß, gelb und schwarz gehalten. Lepsius hatte es 1843 schon einmal entdeckt, doch es geriet wieder in Vergessenheit. Erst Ende der 80iger Jahre wurde es wieder entdeckt und erneut ausgegraben. Leider wurden in der Vergangenheit große Teile der Grabreliefs „verloren“, indem sie an Museen verkauft wurden.

Das Grab des Mayas besteht aus 2 großen Bestandteilen. Zum einen verfügt es über einen Oberbau und zum anderen über einen unterirdischen Teil. Der Oberbau wurde in Form eines Tempels angelegt, so findet man dort einen Eingangspylon und über zwei Höfe, die mit Säulen versehen sind, ebenso wie es beim Haremhab-Grab der Fall war. Im Statuenraum befindet sich heute eine Replik einer Statue, die Maya und seine Frau Merit darstellen. Das Original befindet sich in den Niederlanden (Leiden Museum).

Der unterirdische Teil des Grabes besteht aus zwei Ebenen. Die schönsten Reliefs befinden sich in der unteren Ebene. So kann man dort den Grabherrn sehen, wie er den Göttern huldigt. Für mich ist es eines der schönsten Gräber in Sakkara. Wie oben schon beschrieben, wurde nur wenig Farbe verwandt. Auf einem weißen Hintergrund wurden die Reliefs in gelb aufgebracht, was wahrscheinlich Gold darstellen soll. Ansonsten wurden lediglich die Augen in schwarzer Farbe hervorgehoben und auch die Augenbraue wurden in schwarz dargestellt.

 

 

Text und Fotos Andrea Vinkenflügel