Rosetta – Nationalmuseum

Das Rosetta-Nationalmuseum befindet sich in einem osmanischen Haus aus dem 18. Jahrhundert und wurde 2009 durch Husni Mubarak eröffnet.

Das frühere Wohnhaus, welches das größte von Rosetta ist, verfügt über 3 Etagen und gehörte seinerzeit dem Gouverneur.

Die meisten Fenster sind mit schönen Maschrabiyen versehen. Die verzierten Holzgitter erlaubten es, dass man auf die Straße raussehen konnte, aber der Blick ins Innere sollte einem so verwehrt werden.

Insgesamt werden in Beit Killy, so wird das Haus auch genannt, 800 Artefakte ausgestellt. 200 Stücke stammen aus Rosetta und 600 Stücke wurden aus Kairo nach Rosetta gebracht und befanden sich zuvor im Koptischen, Islamischen und im Gayer-Anderson-Museum.

Im Erdgeschoss werden Uniformen und Urkunden ausgestellt. Aber viel interessanter waren die Ausstellungsstücke, die mit dem Stein von Rosetta zu tun hatten. Der Stein von Rosetta darf in so einer Ausstellung selbstverständlich nicht fehlen, allerdings ist nur eine Replik zu sehen, da das Original sich im British Museum befindet. Eine Büste von Jean-Francois Champollion ist dort auch aufgestellt worden. Er hat die Hieroglyphen anhand des Rosetta-Steins entziffert. Der Stein verfügte über 3 Sprachen: Altägyptisch, Demotisch und Altgriechisch und Champollion erkannte, dass es sich jeweils um den selben Text  handelt und konnte so die Hieroglyphen lesbar machen.

Das übrige Haus dient zum Teil als Ausstellungsräume, wo u.a. Waffen und Gemälde ausgestellt werden und einige Räume blieben so erhalten, damit man sich einen Einblick verschaffen konnte, wie man in der osmanischen Zeit gewohnt hat.

Text und Fotos: Andrea Vinkenflügel

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