Medamud

Tempel von Medamud

 

Medamud ist ein kleiner Tempel, der dem Gott Month geweiht wurde. Im thebanischen Raum gibt es noch 2 weitere Month-Tempel, und  zwar einer in Karnak und einer in El Tod. Der Tempel liegt ca. 8 km von Luxor entfernt.

Offiziell ist der Tempel für Touristen nicht freigegeben. Wenn man Glück hat und die Wärter sind gut drauf, dann lassen sie einen, wenn man sie freundlich bittet, auch kurz auf das Gelände, so dass man sich dort umsehen kann.

Wir hatten das Glück, dass sie uns gnädig gestimmt waren und so konnten wir das Areal des Medamud Tempels betreten und uns dort fototechnisch austoben. Viel ist vom Tempel leider nicht mehr zu sehen. Etwas abseits wurde eine Art Freilichtmuseum eingerichtet, wo einige Steinblöcke aufgereiht sind und wahrscheinlich darauf warten, dass man versucht, diese an die richtigen Stellen einzubringen, um vielleicht einen kleinen Teil des Tempels zu rekonstruieren.

Der Medamut Tempel ist einer der ältesten – belegte – Tempel Ägyptens. Er verfügte über ein Höhlenheiligtum, allerdings fiel dieser Teil des Tempels den Folgen des Baus des Assuan Staudamms zum Opfer, da durch den Bau des Staudamms das Grundwasser stieg und den Tempel vernichtete.

Sesostris III hat den vorhandenen Tempel einfach überbaut. Zwei Tore konnten rekonstruiert werden aus den dort vorgefundenen Steinblöcken. Andere Teile des Tempels befinden sich heute im Ägyptischen Museum in Kairo bzw. im Freilichtmuseum im Karnak Tempel.

Weitere Pharaonen haben den Tempel weiter ausgebaut oder haben weitere Tempel in Medamut errichtet, dies waren u.a. Sobekhotep II und auch Thutmosis III.

Die gebauten Tempel haben allerdings die griechisch-römische Zeit nicht überlebt. Die Tempelanlage wurde abgetragen und man baute einen neuen Tempel.

Eine Garantie, dass man auf das Gelände kommt, können wir nicht abgeben. Wir versuchen es, aber wie es in Ägypten so üblich ist, ist man auf die Freundlichkeit der Wärter angewiesen, wenn man touristisch nicht erschlossene Tempel etc. besichtigen möchte. Wenn man ein Nein zu hören bekommt, dann müssen wir das Nein akzeptieren.

Text und Fotos Andrea Vinkenflügel