Kom el Samak

Kom el Samak

 

Kom el Samak liegt zwischen Deir el Shelwit und Malqata. Kom el Samak wurde auch unter Amenophis III errichtet. Das Gebiet war ein Teil seines Palastkomplexes und wird auch als Malqata Süd bezeichnet.

Das Areal wurde seitens der Japaner in den Siebziger Jahren ausgegraben; sie fanden dort Reste von Lehmziegelbauten. Es wurde sogar eine bemalte – 20 stufige –  Treppe in einem der Bauten gefunden. Auf die Stufen wurden Gefangene gemalt. Anhand der Gesichtszüge und der Kleidung muss es sich um Nubier, Syrer und eines anderen asiatischen Stamm gehandelt haben. Allen Gefangenen waren die Hände gefesselt und sie standen auf Zehenspitzen.

Die Wände waren verputzt und man hat noch ein paar Wandmalereien entdeckt. Die Wandmalereien trugen geometrische Muster, auch konnte man Figuren, Tiere, Pflanzen und Gefäße erkennen. Vorherrschend waren die Farben Schwarz, Blau, Rot, Grün, Geld und Weiß, die typisch für diese Zeit waren.

Die japanische Grabung hat an den Häusern komplexe Mauerwerke vorgefunden, so dass sie davon ausgehen, dass alle Bauten mehrfach umgebaut worden sein müssen.

Sie haben dort auch noch weitere Funde gemacht wie z. B. Terrakotta-Lampen, eine Figur aus Bronze, Münzen, Ostraka und auch eine Statue eines Stiergottes. Auch haben sie 20 Ochsenskelette ausgegraben. Ferner fanden sie auch hier Lehmziegel mit der Kartusche Amenophis III.

Kom El-Samak wurde anschließend in Teilen von den Japanern rekonstruiert. Lehmziegelmauern wurden wieder errichtet, so dass man sich eine bessere Vorstellung des Gebietes machen kann.


Text und Fotos Andrea Vinkenflügel