Tempel Deir el Hagar

Deir el-Ḥagar

 

Deir el-Hagar ist ein römischer Tempel und liegt in der Oase Dakhla. Der Tempel ist den Göttern Amun-Re, Mut und Chons geweiht.

 
Erbaut wurde er ca. im ersten Jahrhundert n. Chr. Durch vermutlich ein Erdbeben wurde der Tempel recht frühzeitig zerstört und wurde dann nahezu vollständig mit Sand bedeckt, so dass erst Anfang des 19. Jahrhunderts die ersten  Berühmtheiten dort Einzug halten. Bekannte Namen wie z. B. Drovetti, Rohlfs und der Deutsche Heinrich Brugsch waren darunter.

 
Recht spät fanden vor ungefähr 60 Jahren weitere Ausgrabungen statt und die dort gefundenen Sphingen wurden in das Museum von Kharga gebracht. Der Tempel an sich wurde aber erst in den 90iger Jahren vollständig vom Sand freigelegt und restauriert. Vollständig publiziert wurde der Tempel bis heute nicht.

 
Der Tempelbereich wird von einer Lehmziegelmauer umgeben. Der aus Sandstein errichtete Tempel verfügt über eine Vorhalle, einem Säulensaal und einem Sanktuar.

 
Im Außenbereich des Tempels sollten Sie die höheren Sandverwehungen nicht betreten, da sich dort Sandvipern aufhalten können und ein Biss von diesen Vipern ist nicht lustig und sie können sich dort im Sand sehr gut tarnen. Diese „Warnung“ gilt im Übrigen auch für andere Sehenswürdigkeiten, die in der Wüste liegen.

Text und Fotos Andrea Vinkenflügel