Tempel Hatschepsut

Totentempel der Hatschepsut

 

Der Hatschepsut Tempel auf der Westbank in Luxor wurde in der 18. Dynastie als Terrassentempel errichtet. Normalerweise verfügen die ägyptischen Tempel über Pylone, die wird man hier vergebens suchen. Anstatt der Pylone gibt es im Hatschepsut Tempel offene Pfeilerhallen. Der gesamte Tempel fügt sich sehr gut in die thebanischen Bergwelt ein.

Der Tempel soll von Senenmut, ihrem engen Vertrauten und Gefährten, entworfen worden sein.

Hatschepsut hat sich mit der umstrittenen Thronübernahme nicht nur Freunde gemacht, so wurden viele Reliefs und Statuen im Tempel zerstört/ausgemeißelt.

Die Tempelanlage wurde über Jahrzehnte unter der Führung der Universität Warschau rekonstruiert und restauriert. Nach und nach wurden die einzelnen Terrassen wieder für Besucher freigegeben. Vor einem Jahr wurde ein weiterer Teil des Hatschepsut Tempels freigegeben, und zwar das Sonnenheiligtum. Im offenen Hof gibt es einen großen Altar. Vom offenen Hof aus werden Sie noch einen Blick in eine der Nischen werfen können, wo Sie eine farbenprächtige Sternendecke entdecken können. Die polnischen Handwerker haben bei der Restaurierung eine tolle Arbeit geleistet.

Im Tempel gibt es eine so genannte Punthalle, wo man Reliefs über die durchgeführte Expedition nach Punt betrachten kann. Dort finden Sie auch eine Replik eines Reliefs, welches die Fürstin von Punt darstellt. Ihr unförmiger Körper lässt vermuten, dass sie unter der Elefantenkrankheit gelitten hat.

Lassen Sie sich von der Farbenpracht verzaubern, wandeln Sie mit uns durch die Anubiskapelle und an der Geburtshalle vorbei. Auch die Hathor-Kapelle mit ihren Hathor-Kapitell-Säulen werden wir mit Ihnen zusammen besichtigen. Dort finden Sie auch eine Darstellung, wie Hatschepsut von der Hathor-Kuh gesäugt wird, ebenfalls ist dort eine Soldatenprozession zu sehen.

Wir werden Ihnen genügend Zeit lassen, den kompletten Tempel in Augenschein zu nehmen. Nehmen Sie auf jeden Fall eine Kopfbedeckung und ausreichend Wasser mit, denn die Sonne scheint in diesem Talkessel erbarmungslos auf Sie herab.

Aktuelle Fotos April 2017:

Text und Fotos Andrea Vinkenflügel