Tuna el Gebel

Tuna el-Gebel

 

Ungefähr 15 km von Mallawi entfernt befindet sich der Friedhof von Tuna el-Gebel. Viele Jahre wurde das Gebiet unter Prof. Dr. Dieter Kessler erkundet, ausgegraben und publiziert. Ich hatte das Glück, Herrn Prof. Dr. Kessler persönlich anlässlich des Hirschberg-Forums in Beilngries kennenlernen zu dürfen. Er hielt dort 3 Tage lang einen Vortrag über seine Arbeit. Ein überaus kompetenter und freundlicher Mann.

Tuna el-Gebel  wurde ab dem Neuen Reich als Friedhof genutzt.

Von einem Besuch in Tuna el-Gebel sind mir insbesondere die Tiergalerien mit unzähligen Ibis- und Pavian-Mumien in Erinnerung geblieben, die dort ab der 26. Dynastie bestattet wurden. Der Ibis und auch der Pavian, sind jeweils eine Darstellungsform des Gottes Thot war, wurde im Nahen Hermopolis Magna/el-Aschmunein verehrt.  Zunächst wurden die Ibisse und die Paviane in Tongefäßen bestattet und am Ende in Sarkophagen. Aus Demotische Papyri weiß man, dass Ibisse aus ganz Ägypten nach Tuna el-Gebel zur Bestattung gebracht wurden.

Auf dem Gelände von Tuna el-Gebel befinden sich auch noch die Gräber des Petrosiris und der schönen Isodora, die man besichtigen kann.

Text Andrea Vinkenflügel, Fotos Rainer Vinkenflügel